Über die Reihe

Die Reihe Online-only Publikationen des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDSopen) bietet Autor/innen und Rezipient/innen aus allen Bereichen der Linguistik eine moderne und offene Plattform für digitales Publizieren. Mit IDSopen steht eine zeitgemäße Publikationsumgebung zur Verfügung, die schwerpunktmäßig Arbeiten veröffentlicht, die auf Ressourcen des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS) beruhen und deren Verwendungsmöglichkeiten in besonderem Maße zeigen. Gleichzeitig zeichnet sich IDSopen durch eine Öffnung für unkonventionelle Publikationsformen und -formate aus. Transparente Begutachtungsprozesse gehören dabei genauso zum Profil der Reihe wie ein offener Erscheinungsturnus und das Ansprechen unterschiedlicher Zielgruppen. IDSopen verfolgt entlang der Leitlinien des IDS und der Leibniz-Gemeinschaft (vgl. LeibnizOpen) das Open-Access-Prinzip und veröffentlicht ausschließlich digital, ohne gedruckte Form (Online-only). Diese Maßnahmen haben das Ziel, kurze Veröffentlichungszeiten für Manuskripte zu ermöglichen, einen unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu qualitätsgeprüfter wissenschaftlicher Information rund um die IDS-Ressourcen im Internet zu bieten und liquide Publikationsprozesse zu unterstützen.

Aktuelle Ausgabe

Bd. 14 (2026): "Mädchen" in der Referenzkette. Eine Pilotstudie zur pronominalen Genusvariation in den Grimmschen Märchen (Hélène Vinckel-Roisin)

Der Beitrag untersucht die Formen der pronominalen Wiederaufnahme (es vs. sie) des hybriden Nomens Mädchen in Referenzketten in den Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. Ausgehend von einschlägigen sprach- wie literaturwissenschaftlichen Untersuchungen richtet sich der Fokus zum einen auf die verschiedenen empirisch aufgezeigten Strukturtypen der Mädchen-Referenzketten(teile) mit doppelter (Genus und Sexus) bzw. nur Sexus-Kongruenz und zum anderen im Rahmen einer vorrangig referenzpragmatisch und textuell ausgerichteten qualitativen Analyse auf mögliche Faktoren für die Genusvariation unter Berücksichtigung rezipientenseitiger Funktionen. Ein abschließender Vergleich verschiedener Auflagen, der besonders der bisher noch nicht hinreichend in den Blick genommenen Rolle der systematischen, dem Zeitgeist geschuldeten Texteingriffe insbesondere Wilhelm Grimms Rechnung trägt, ermöglicht interessante Einblicke in die Wahl von Genus- bzw. Sexuskongruenz je nach Bearbeitungsphase und erlaubt die Relativierung einiger Annahmen in der Forschung.

Veröffentlicht: 2026-02-26
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